NEUIGKEITEN vom Johanneshof

Obwohl das Jahr 2026 noch recht jung ist, ist schon wieder viel bei uns passiert und wir wollen euch davon berichten:

Seit Beginn des Jahres sind wir Mitglied bei Maxime Herkunft Rheinhessen, einem Zusammenschluss führender Weingüter Rheinhessens, die sich voll und ganz der Region verschrieben haben. Der Verein umfasst 200 Betriebe, die für handwerkliche und hochwertige Weine stehen, deren Fokus klar auf Herkunft und Charakter liegt. Dabei ist die Qualitätspyramide mit eintscheidend, die wir bei uns im Betrieb schon seit einigen Jahren umgesetzt haben und unser Sortiment in Guts-, Orts- und Lagenweine unterteilt.

Um dem Verein beitreten zu dürfen muss jeder Betrieb drei Qualifikationsrunden durchlaufen. Umso mehr freut es uns, dass wir im Verein aufgenommen wurden und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und den Austausch mit unseren Winzerkollegen.

Außerdem haben wir bereits Anfang Februar einen Teil der neuen 2025er Weine abgefüllt. Im Vorfeld haben wir unsere Schraubverschlüsse leicht angepasst und mit unserem Logo versehen, sodass diese nun noch besser aussehen. Daneben setzen wir nun bei unseren hochwertigsten Weinen auf Agglomeratkorken der Firma Amorim. Diese wurden mit hyperkritischem CO2 behandelt, was die Wahrscheinlichkeit eines Korkgeschmacks auf 0% reduziert. Zusätzlich haben wir neue Kartons anfertigen lassen, die nun aus unbehandeltem und ungebleichtem Karton bestehen. Optisch auf jeden Fall ein Leckerbissen und durch den Wegfall des Bleichens auch besser für die Umwelt. Ein weiterer Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit.

Bei unserer Abfüllung haben wir auch zwei neue Weißweine aus 2024 mit abgefüllt. Mehr dazu lest ihr im nächsten Beitrag.

Jahresrückblick 2023 und Ausblick 2024

Das Jahr 2023 ist vorbei, Zeit zurückzublicken und sich zu erinnern. Gestartet hat das Jahr für uns mit einem nassen Frühjahr und viel Regen. Das Pflanzen neuer Weinberge erwies sich zunächst als knifflig, aber schlussendlich erfolgreich. Wir haben einen neuen kleinen Weinberg Grauburgunder angelegt. Hinzu kommt eine weitere Piwi-Rebsorte, die auf den Namen Sauvignac hört. Diese wird im Cuvee mit Cabernet blanc und Silvaner unsere Scheurebe ersetzen, die uns jahrelang treue Dienste geleistet hat. Nach nun fast 30 Jahren war es für die Reben aber Zeit in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Die beiden jungen Weinberge sind prächtig gewachsen und wir freuen uns auf die erste Ernte in 2025.

Auf das nasse Frühjahr folgte ein trockener Sommer mit hohen Temperaturen und wenigen Niederschlägen. Durch die gute Wasserversorgung aus dem Frühjahr konnten die Reben dennoch gut wachsen und entwickelten eine voll ausgeprägte Laubwand. Anfang August fielen die Temperaturen wieder und es regnete fiel. Pünktlich zu unserem Hoffest zeigte sich das Wetter wieder von seiner besten Seite. Wenige Stunden vor Beginn klarte es auf und bescherte uns mit idealem Feierwetter. Der Samstag war noch besser und so konnte bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, getrunken, getanzt und gelacht werden. Für uns blieb jedoch nur wenig Zeit zum Durchatmen, da wir bereits eine Woche später in die Weinlese starteten.

Den Anfang machten dieses Jahr Muscaris und Spätburgunder. Aufgrund der warmen Temperaturen und der zügigen Reife mussten wir zügig lesen, um nicht zu reifes Traubenmaterial zu ernten. Nach zweieinhalb anstrengenden Wochen beendeten wir Ende September die Traubenlese mit Silvaner. Belohnt wurden wir mit Weinen, die sich bereits jetzt sehr ausbalanciert zeigen. Milde Säure und ausgeprägte Fruchtaromen zeichnen unsere 2023er Weine aus. Wir freuen uns schon auf die Abfüllung im Februar.

Kurz nach Ende der Weinlese erreichten uns einige freudige Nachrichten. Nicht nur erhielten wir unseren zweiten Stern im Weinführer Eichelmann, sondern wir wurden auch in den Vinum Weinguide aufgenommen und dort mit eineinhalb Sternen bewertet. Und kurz darauf folgte für uns der nächste Grund zum Feiern: Beim alljährlich stattfindenden Rotweinpreis landeten wir mit unserem 2021er 2Klang Spätburgunder und 91 Punkten auf dem fünften Platz. Ein wahnsinnig tolles Ergebnis für die erstmalige Teilnahme an diesem renommierten Wettbewerb. Nach all diesen tollen Nachrichten und der kurzen und intensiven Weinlese konnten wir im Oktober also endlich entspannen, bis das Weihnachtsgeschäft wieder anlief.

Ein turbulentes, aber auch aufregendes Jahr liegt hinter uns. Ein Highlight folgte auf das nächste und es gab selten Stillstand. Nun gilt es weiter nach vorne zu schauen, denn es liegen einige spannende Projekte vor uns. Zunächst erhält unser Weinsortiment Zuwachs in der Ortsweinkategorie. Gleich zwei neue Weine werden hier aufgenommen, die beide aus dem Jahrgang 2022 stammen. Zum einen ein Chardonnay aus der Nachbargemeinde Framersheim, der durch seine straffe Struktur und Spritzigkeit überzeugen kann. Er weist intensive Noten von Feuerstein und Schießpulver auf und wird durch Anklänge von Mandarinenschale und Passionsfrucht untersützt. Ein sehr langlebiger Wein, der im 1200l fassenden Stückfass vergoren und ausgebaut wurde. Der zweite Neuzugang ist eigentlich kein richtiger Neuzugang, sondern eine Neuauflage des Cuvee Johann, das zuletzt 2016, damals noch aus Dornfelder und Regent, produziert wurde. Die Neuauflage wird ein Bordeaux-Cuvee moderner Denkart sein und aus der klassischen Rebsorte Merlot (aus dem Gau-Odernheimer Oelberg) und der Piwi-Rebsorte Satin noir (aus dem Gau-Odernheimer Herrgottspfad) bestehen. Letztere haben wir seit 2019 im Anbau und erinnert an die klassische Rebsorte Cabernet Franc. Sie zeigt rauchige Tabak- und Schokonoten, die von einer feinen Blaubeerfrucht untermalt werden. Beide Rebsorten ergänzen sich zu einem zupackenden, stoffigen Rotwein mit feiner Frucht und ganz viel Frische. Sie dürfen gespannt auf unsere Neulinge sein!

Auch im Jahr 2024 gibt es für uns etwas zu feiern. Die 2Klang Serie wird fünf Jahre alt und wird weiter für Aufsehen sorgen. Zudem werden unsere Weißburgunderreben im Herrgottspfad 30 Jahre alt und zählen damit zu den ältesten Weißburgundern Gau-Odernheims. Wir freuen uns bereits auf beide Jubiläen und das kommende Jahr 2024!